Australian Open: Carl-Uwe Steeb: Daran krankt das deutsche Tennis | Sport

Das deutsche Tennis steckt in Schwierigkeiten! Beide Australian Open in Melbourne schaffte es nur ein Spieler in die dritte Runde und wurde rausgeschmissen. Warum ist das so? Was kann sich im deutschen Tennis ändern?

Ex-Profi Carl-Uwe Steeb (55) in BILD: „Tennis ist teuer, die Investition groß, nicht einfach zu finanzieren. Es muss Möglichkeiten geben, dass möglichst wenige Talente durch das Raster fallen, weil sich die Familie das Spiel nicht leisten kann.”

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Die aktuelle Situation ist alarmierend. „Zu unserer Zeit waren im Hauptwettbewerb zehn Damen und zehn Herren dabei. Davon sind wir weit entfernt. Es scheitert daran, dass wir fünf bis zehn Spieler im Alter von 20 bis 25 Jahren haben, die an erster Stelle stehen. Und von denen, die dabei sind, schaffen es die wenigsten unter die Top 10 oder Top 20“, sagte der dreimalige Davis-Cup-Sieger.

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Alexander Zverev (25), der nach einer Verletzung zu den Besten der Welt gehört, hat niemanden, der ihn um die Nummer 1 in Deutschland herausfordert. Derzeit glaubt niemand, dass einer von Altmaier, Otte etc.

Bei Frauen ist das etwas anders. Jule Niemeier (23) und Eva Lys (21) wird großes Potenzial nachgesagt, Niemeier hat es bereits im Viertelfinale in Wimbledon gezeigt. Das Frauenfeld ist so voll wie lange nicht mehr. Beide können in die Top 20 einsteigen.

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Auch die drei Junioren in Melbourne kamen alle über die erste Runde hinaus, während der einzige Junior im Feld sofort ausschied. Bei den Mädchen hat Sonja Shijenbaeva (16) ein Talent, das versucht, ohne die Unterstützung des Deutschen Tennis Bundes (DTB) zu gewinnen.

Jule Niemeier ist Deutschlands größtes Tennistalent und stand in Wimbledon bereits im Halbfinale

Jule Niemeier ist Deutschlands größtes Tennistalent und stand in Wimbledon bereits im Halbfinale

Foto: Getty Images

„Man muss schon früh sehr hart mit den Leuten arbeiten. Das unterstützt auch der DTB. Die Breite sollte durch die energische Erkundung dessen geschaffen werden, welche Clubs und Turniere wiederbelebt werden. Er bestreitet viel mehr Sportarten als wir in den 80er Jahren. Es ist natürlich schwierig, und Tennis hat keinen niedrigen Preis bekommen“, weiß Steeb. „Die Trainer hier müssen die Kinder fördern. Da kommt das Talent her.“

Ohne Alexander Zverev wäre das deutsche Tennis ein Desaster

Ohne Alexander Zverev wäre das deutsche Tennis ein Desaster

Foto: WITTER

Aber die Breite der Rasse ist nicht das einzige Problem. Die Bundesliga sei laut Steeb kein guter Trainingsplatz mehr. „Bundesliga-Spieler haben gutes Geld bekommen, dann kam das Bosman-Urteil und in jeder Mannschaft war ein Ausländer. Davor konnten die Deutschen mit anderen konkurrieren und weniger verdienen. Heute hätten die Deutschen dort keine Chance, einen Platz zu finden, sagte er.

Gleichzeitig muss das Turniergebiet vor allem in Deutschland ausgebaut werden. „Kinder-, Jugend- und kommende Turniere im Land können wichtig sein, wo Talente im Finale ihre ersten Punkte in der Weltrangliste holen können. „Reisen ins Ausland sind sehr teuer“, sagt Steeb, selbst ehemaliger DTB-Vizepräsident.

Daher blickten in Melbourne-Tagen viele Tennisfans neidisch auf die US-Amerikaner, die im Achtelfinale gleich sechs Spielerinnen hatten. So viele Deutsche werden am ersten Tag in der 1. Runde gekickt. Die USA profitieren von ihrem Hochschulsystem, das Deutschland nicht hat und wahrscheinlich nie haben wird.

Außen: Der aktuell verletzte Carlos Alcaraz ist mit 19 Jahren bereits die Nummer 1 der Welt.

Außen: Der aktuell verletzte Carlos Alcaraz ist mit 19 Jahren bereits die Nummer 1 der Welt.

Foto: CHRISTOPHE ARCHAMBAULT/AFP

„In den USA spielen Colleges ständig gegeneinander, es gibt Turniere. Mit Dominik Koepfer und Yannick Hanfmann sind auch Deutsche dabei. Wir werden in Deutschland keine Gebäude bauen können.” Auch Tschechien, wo vor allem Frauen in den letzten 15 Jahren viele herausragende Spielerinnen hatten, profitiert von einem Schulsystem, das es in Deutschland aufgrund der Gesetzeslage nicht geben kann. .

Und so folgt das deutsche Tennis sehr stark der Musik. Steeb: „Heutzutage kann man mit 18 oder 19 Jahren in die Weltspitze springen, aber das hat sich weltweit geändert. Es gibt wenige Fälle wie Iga Swiatek, Holger Rune oder Carlos Alcaraz. Damals waren wir nach der Schule erfolgreich, was heute unmöglich ist.”

Carl Uwe Steeb bei den US Open 1992

Carl Uwe Steeb bei den US Open 1992

Foto: Associated Press / Associated Press

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