Bad Bellingen: Ein frommer, aufgeklärter Denker – Bad Bellingen

Levers Sprachen finden sich laut Habermaier in seinen „Bibelgeschichten“, Kalendergeschichten, alemannischen Gedichten und schließlich in seinen Briefen wieder. Der Glaube an Gott ist für ihn die Grundlage des Lebens.

Als Theologe hat er Zeit seines Lebens über sein Christentum nachgedacht. Lever war also fromm, aber gleichzeitig ein aufgeklärter Denker.

Er glaubte an die „Erleuchtung der Tradition“, und seine religiösen Schriften drehten sich darum, Gottes Wunder durch den Verstand zu verstehen. Seine Welt ist Gottes Schöpfung, was in seinen biblischen Geschichten, einem Lehrbuch, das er 1824 veröffentlichte, deutlich wird. In „Der Rheinische Hausfreund“, einer Sammlung von Erzählungen, Betrachtungen und Ratschlägen für die Landbevölkerung von 1810, findet sich eine beredte und zugleich poetische „Besinnung auf den Aufbau der Welt“.

Auch Lesen :  „Putins Stimme“ wütet in Russlands Staats-TV

Auch in seinen alemannischen Gedichten findet der Leser Gotteslob, zum Beispiel im Gedicht „Morgenstern“. Der Tenor des Glaubens spricht auch aus einem Brief an Gustave Fecht vom 15. Juli 1825: “Eine gute und weise Einrichtung der Dinge wird immer gelobt, und auch das ist lobenswert.”

Inge Hemberger lieh Hebe ihre Stimme und rezitierte Habermaiers Texte hypnotisierend. Besonders berührend war die Rezitation des Liedes „Der Morgenstern“. Volker Habermaier und Inge Lemberger erhielten kontinuierlichen Applaus für ihre gelungene Kombination aus Moderation und Lesung.

Auch Lesen :  Prinzessin Mako: Warum ihr Vater nicht mehr über sie sprechen will

Im Anschluss an den Vortrag trugen die Schüler der Hebelschule Schliengen bekannte deutsche Lieder vor, die sie im Rahmen des Projekts selbst in die deutsche Sprache übersetzten. Bürgermeister Carsten Vogelpohl sagte in seinem Grußwort, er würde sich freuen, noch mehr junge Menschen auf der Bühne zu sehen.

Bürgermeister Vogelpohl würdigte

Bürgermeister Vogelpohl wurde für sein Engagement im Freundeskreis Lever mit dem Hebelglas geehrt, einem Brauch, den der langjährige Präsident des Freundeskreises, Karl Mannhardt, ins Leben gerufen hat. Vogelpohl, so Christa Heimann, unterstütze die Freunde des Hebels seit jeher unter anderem mit der kostenlosen Nutzung der Halle für Veranstaltungen.

Auch Lesen :  Foto zeigt Anna-Carina Woitschack mit neuem Mann

Heidi Zöllner, „Saubi“ Saubermann und Reinhard Geugelin unterhielten die Gäste mit witzigen und nachdenklichen Beiträgen. Katharina Müller hat in ihrem Beitrag eine lebendige Brücke zwischen den Generationen geschaffen. In ihrem Nachruf erinnert Christa Heimann an den 1970 verstorbenen Dichter Ernst Niefenthaler. Er veröffentlichte zwei Gedichtbände: „Hinterm Pflueg“ und „Dr. Weg berguf“. Der Präsident las mehrere Gedichte aus Niefenthalers Werk vor.

Source

Leave a Reply

Your email address will not be published.

In Verbindung stehende Artikel

Back to top button