Das sind die Gewinner und Verlierer in der privaten Krankenzusatzversicherung

Während die Zahl der Personen mit privater Krankenvollversicherung leicht rückläufig ist, boomt das Geschäft mit Zusatzversicherungen bei Unternehmen. Im Jahr 2021 waren insgesamt 28.837.598 Versicherte zusatzversichert – Reisekrankenversicherung im Ausland nicht mitgerechnet. Das waren rund vier Prozent oder 1.111.591 Personen mehr als 2020. Viele Deutsche scheinen bereit zu sein, in ihre Versicherung zu investieren, insbesondere wenn es um ihre Zähne geht.

Die Kölner Ratingagentur Assekurata hat nun untersucht, welche Versicherer im vergangenen Jahr möglicherweise besonders stark vom Zusatzversicherungsgeschäft profitiert haben. Insgesamt 23 Versicherungsunternehmen konnten ihren Bestand an Versicherungsnehmern gegenüber 2020 erweitern.

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Barmenia und R+V profitieren von CareFlex Chemie

Besonders stark wachsen die Barmenia (+400.314) und die R+V (256.320). Damit konnte die Barmenia ihr starkes Wachstum aus dem Vorjahr deutlich übertreffen (+ 112.017 Personen). Hier könnten die Wuppertaler – wie auch R+V – von der Einführung der arbeitgeberfinanzierten Zusatzversicherung CareFlex Chemie für Beschäftigte in der chemischen Industrie profitieren. Bislang sind rund 430.000 Kollektivversicherte bei CareFlex Chemie versichert.

Weitere Faktoren für das starke Wachstum in der Barmenia sind laut Asekura die Zusatztarife für die GKV und die positive Resonanz auf den im Vorjahr eingeführten Spartarif in der Betriebskrankenkasse. Weitere Gewinner im Bereich Zusatzschutz waren 2021 Ergo (+ 59.787), Allianz (46.739) und Münchener Verein (42.955).

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Doch nicht alle Versicherer konnten vom boomenden Zusatzversicherungsgeschäft profitieren. Mit insgesamt neun Krankenkassen wurde die Zahl der Versicherten im Jahr 2021 reduziert. Signal Iduna erlebte den größten Verlust und verlor im Jahr 2021 fast 16.000 Versicherungsnehmer. Hauptgrund dafür ist laut Asekura die Versicherung des Krankenhaustagegeldes. Hier verzeichnete Dortmund im vergangenen Jahr ein Minus von 14.500 Versicherten. Bereits im Vorjahr erlitt Signal Iduna einen Abrieb von 15.000 Versicherungsnehmern.

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DKV bleibt König

Zu den Verlierern zählten 2021 neben Signal Continental (- 7.419 Personen), DKV (- 6.749) und Landesgesundheitshilfe (- 3.814).

Trotz der Verluste bleibt die Tochtergesellschaft Ergo DKV der Versicherer mit den meisten Zusatzversicherungen im Portfolio. Die DKV hat über 3,5 Millionen zusätzliche Versicherte – weit mehr als die zweitplatzierte Allianz mit rund 2,2 Millionen Versicherten.

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