Desaströse Zustände: FTX-Gründer Sam Bankman-Fried soll Investorengelder in Millionenhöhe abgezweigt haben | Nachricht

• Konkursverfahren zeigen schlimme Zustände in der Finanzabteilung von FTX
• Es fehlen Dokumente sowie Hinweise auf die Verschleierung von Transaktionen
• Fehlende Kundengelder: Fehleinschätzung oder persönliche Bereicherung?

Die illegalen Verbindungen zwischen den beiden Unternehmen Bankman Fried, FTX.com und dem Handelsunternehmen Alameda Research wurden kürzlich in einem CoinDesk-Artikel aufgedeckt. Nachdem der CEO von Binance, Changpeng Zhao, Pläne angekündigt hatte, seine FTT-Token zu verkaufen, löste dies einen massiven Ausverkauf unter den Investoren aus. Ein angeblicher Deal zur Übernahme von FTX von Binance scheiterte nur wenige Stunden später.

Werbung

Handeln Sie Bitcoin und andere Kryptos mit Hebelwirkung über CFDs (Long und Short)

Bitcoin und andere Kryptowährungen haben zuletzt deutlich korrigiert. Handeln Sie Kryptos wie Bitcoin oder Ethereum mit Plus500-Hebel und partizipieren Sie am Steigen und Fallen der Kurse.

Plus500: Bitte beachten Sie die Hinweise5 dieser Anzeige.

Es folgten die Bekanntgabe der Insolvenz von Sam Bankman-Fried und der offizielle Insolvenzantrag von FTX.

Insolvenzverfahren offenbaren nicht nur Lücken in der Rechnungslegung

Im vergangenen Oktober sicherte sich FTX eine Finanzierungsrunde in Höhe von 420 Millionen US-Dollar, um das Wachstum und die Benutzererfahrung des Unternehmens weiterzuentwickeln und mit Regulierungsbehörden zusammenzuarbeiten. Das Wall Street Journal berichtet nun, dass der Verkauf von Friedman-Banks-Aktien und angebliche Rückzahlungen von Einlagen dazu führten, dass das meiste Geld, nämlich 300 Millionen Dollar, nicht an FTH, sondern direkt an SBF geflossen sei.

Auch Lesen :  Gebrauchtwagencheck: Mercedes B-Klasse - zuverlässiger gehts kaum

Der Treuhänder und derzeitige CEO von FTX, John Jay Ray, ist entsetzt über den Zustand der Finanzbuchhaltung, der weit über den viel zitierten „chaotischen Zustand“ hinausgeht. „In meinem gesamten Berufsleben habe ich noch nie ein solches Versagen interner Kontrollsysteme und einen so kompletten Mangel an zuverlässigen Finanzinformationen erlebt wie hier“, wurde die Schilderung der Bilanzsituation von John Jay Ray vor dem Konkursgericht in zahlreichen Medien zitiert. . Eine kleine Gruppe unerfahrener Leute verwaltete das Vermögen des Unternehmens ohne ein grundlegendes Verständnis der Rechnungslegungsgrundsätze.

Die Liste der Vergehen und Versäumnisse ist lang: Nichtführung von Geldguthaben, Bankkonten oder Zeichnungsberechtigten; Zahlungsfreigaben über Smileys im Firmenchat, gelöschte Kommunikation zwischen CEO und Mitarbeitern. Darüber hinaus wurden die Finanzdaten nicht von einer Aufsichtsbehörde geprüft, da das Unternehmen auf den Bahamas ansässig ist. Besonders bemerkenswert in der Gesamtsituation, die Ray als „beispiellos“ bezeichnete, ist die Behauptung, dass die Softwaresysteme von FTX „kompromittiert“ wurden, um Transaktionen mit Alameda zu erleichtern und dadurch den beleidigenden Abfluss von Kundengeldern zu verschleiern.

Auch Lesen :  Verbraucher - "Generation Mitte" befürchtet wirtschaftlichen Abwärtstrend - Wirtschaft

Da immer noch nicht klar ist, wohin die Millioneneinlagen von Kunden und namhaften Investoren geflossen sind, rankt sich der Verdacht, dass eine Gruppe um den Ex-Chef reich geworden ist. Die FAZ berichtet beispielsweise, dass Alameda Research mehrere Kredite in Höhe von insgesamt 4,1 Milliarden Dollar an leitende Angestellte, Bankman-Fried selbst und Unternehmen der Gruppe vergeben hat.

Der ehemalige Krypto-Shootingstar im Fokus

In einem eher beiläufig via Twitter geführten Interview mit der VOX-Journalistin Kelsey Piper bezeichnet die SBF das Insolvenzverfahren als größten Fehler, da die Finanzen nun außer Kontrolle geraten. Die Verantwortlichen von FTX, die nun Anklage gegen den ehemaligen Chef erheben, seien nun „aus Scham dabei, alles kaputt zu machen“, sagte Bankman-Fried. Während seine Priorität darin besteht, die 8 Millionen US-Dollar aufzubringen, die zur Entschädigung von Investoren verwendet werden könnten, hat der Prozess dies erschwert, da neben der Suche nach Investoren auch Gläubiger und das Insolvenzgericht zustimmen müssen.

Auch Lesen :  Airbus: Nachhaltigeres Fliegen könnte später kommen als geplant - Wirtschaft

Ein interessanter Punkt, der im Interview angesprochen wurde, ist die Frage nach den Investitionen der Anleger an der Börse. SBF bestritt zunächst, die Gelder seiner Kunden an der Börse zu investieren, hat aber jetzt zugegeben, dass die Schwestergesellschaft Alameda „weit mehr Geld aus der Bilanz von FTX geliehen hat, um zu investieren, als ihr klar war, was FTX letztendlich anfällig für das Krypto-Äquivalent des Bankwesens machte“. sagte Piper.

Piper wiederholt auch eine Frage, die sie letzten Sommer in einem Interview gestellt hat, ob Bankman-Fried es für vernünftig hält, unethische Dinge für das „Gemeinwohl“ zu tun. Sowohl SBF als auch die frühere Alameda-CEO Carolyn Edison sind Verfechter des „effektiven Altruismus“, der Idee, das Leben möglichst vieler Menschen durch die optimale Nutzung begrenzter Ressourcen zu verbessern. Auf die Frage, wie weit es gehen werde, hält sich die SBF an Allgemeinplätze. Das könnte für US-Demokraten politisch brisant werden, da Bankman-Fried der sechstgrößte politische Geldgeber ist und die Zwischenwahlen mit Millionensummen unterstützt hat.

Redaktion finanzen.net

Bildnachweis: T. Schneider / Shutterstock.com, Wit Olszewski / Shutterstock.com

Source

Leave a Reply

Your email address will not be published.

In Verbindung stehende Artikel

Back to top button