Deutsches Panzermuseum: „Die dunklen Seiten der Panzerei nicht verschweigen“

Hamburg Museum deutscher Panzer

“Verberge nicht die dunkle Seite der Panzerei”

Olaf Preuss, Wirtschaftsreporter

Panzer aus der Sowjetzeit im Deutschen Panzermuseum in Münster.  Einige dieser Typen werden noch im Ukrainekrieg eingesetzt Panzer aus der Sowjetzeit im Deutschen Panzermuseum in Münster.  Einige dieser Typen werden noch im Ukrainekrieg eingesetzt

Panzer aus der Sowjetzeit im Deutschen Panzermuseum in Münster. Einige dieser Typen werden noch im Ukrainekrieg eingesetzt

Quelle: Berthold Fabricius

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Die große Sammlung von Kampffahrzeugen in Münster wurde zur besseren Einordnung durch eine umfangreiche Dauerausstellung ergänzt. Einige der dort ausgestellten Fahrzeugtypen werden auch von Kriegsparteien in der Ukraine eingesetzt.

DDas Deutsche Panzermuseum in Münster südlich von Lüneburg wird um eine Dauerausstellung erweitert. Es beginnt am 1. Februar, nach der zweimonatigen Pause des Museums zu Beginn des Jahres. „Das Panzermuseum wird erstmals dem Anspruch moderner Museen gerecht, den Besuchern eine kritische und multiperspektivische Erzählung zu bieten, in die die Objekte eingebettet sind“, sagte Ralf Raths, Direktor des Deutschen Panzermuseums, WELT.

Ralf Raths, Direktor des Deutschen Panzermuseums, vor einem älteren Modell des Schützenpanzers Marder

Ralf Raths, Direktor des Deutschen Panzermuseums, vor einem älteren Modell des Schützenpanzers Marder

Quelle: Berthold Fabricius

„Panzer werden von Natur aus als Gewaltmaschinen behandelt und neben taktischen und technikgeschichtlichen Perspektiven auch in einen politischen, wirtschaftlichen, sozial- und kulturgeschichtlichen Kontext gestellt“, sagt Rats. Die Rolle des Panzers als außenpolitisches Instrument wird ebenso diskutiert wie seine Rolle als Mittel der inneren Macht. Besonders wichtig sei es, den Besuchern die „dunkle Seite des Panzers“ nicht vorzuenthalten: „Das Leiden und Sterben, Verwunden und Töten mit und in einem Panzer wird nicht nur immer wieder neu erklärt und beschrieben, sondern durch ausgewählte Bildquellen auch explizit dargestellt.“

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Deutsches Panzermuseum Münster

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Das Deutsche Panzermuseum befindet sich in Münster in der Nähe der Panzerschule der Bundeswehr. Seine Sammlung ist eine der größten und inhaltlich wertvollsten der Welt. Es umfasst die gesamte Geschichte des Panzerbaus vom Ersten Weltkrieg mit zahlreichen Originalteilen aus dem Zweiten Weltkrieg bis hin zu Fahrzeugtypen – etwa der russischen Armee oder der deutschen Wehrmacht – die heute noch im Einsatz sind. Die Sammlung umfasst auch Panzer anderer NATO- und israelischer Armeen sowie zahlreiche weitere Exponate, wie den deutschen Schwimmwagen, das Kettenkrad und das 8,8-Zentimeter-Flugabwehrgeschütz der deutschen Wehrmacht.

Das Museum Deutscher Panzer wurde 1983 in der Endphase der Teilung Deutschlands und Europas gegründet. Seitdem dient die Sammlung als Museum für Geschichte und Technik, eine gemeinsame Einrichtung der Stadt Münster und des dortigen Ausbildungszentrums der Bundeswehr. Die Bundeswehr stellt Fahrzeuge für die Ausstellung zur Verfügung. Vor der Pandemie wurde das Deutsche Panzermuseum jährlich von etwa 100.000 Menschen besucht.

Ältere Panzermodelle der Bundeswehr im Deutschen Panzermuseum

Ältere Panzermodelle der Bundeswehr im Deutschen Panzermuseum

Quelle: Berthold Fabricius

Mit der neuen Ausstellung will das Deutsche Panzermuseum dem gestiegenen Informationsbedürfnis der Öffentlichkeit im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine Rechnung tragen. Die Fahrzeugsammlung umfasst zahlreiche derzeit in der Ukraine eingesetzte russische Panzertypen, aber auch deutsche Fahrzeuge wie den Flugabwehrwagen Gepard und die Panzerhaubitze 2000. Auch der Schützenpanzer Marder und ältere Modelle des Kampfpanzers Leopard sind in zu sehen Münster, jetzt aus Deutschland und Polen zur Lieferung an die ukrainische Armee.

„Die neue Dauerausstellung ist ein Anlaufpunkt für alle, die in den teils fieberhaften Diskussionen um Panzertypen, Panzerlieferung und Panzereinsatz eine historische Aufführung und eine grundlegende Erläuterung und Einordnung all dieser Einzelaspekte gepanzerter Fahrzeuge suchen“, so Raths. .

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