“Drei-Millionen-Euro-Woche” bei “Wer wird Millionär?”: Kandidatensterben macht Jauch ratlos

“Was ist los? Ist es zu schwer?”
Der Tod des Kandidaten lässt Jauh ratlos zurück

Autorin: Nina Jerzy

Generalversagen bei “Wer wird Millionär?”: Am ersten Tag der “Woche der drei Millionen Euro” scheitern drei von fünf Kandidaten. Jauch versteht die Welt nicht mehr. Die WWM-Premiere sorgt dann für ein friedliches Ende.

Günther Jauch startete verwirrt ins neue Jahr wie selten. „Ui. Wie sie fallen, wie sie fallen, wie sie ihre Schwänze verkürzen. Hey“, klagte er in der Erstausgabe von „Wer wird Millionär?“. Ein anderer Anwärter fiel am Montagabend gerade auf 500 €. „Ich mache gar nichts. Wir haben hier eine ganz normale Sendung“, sagte der RTL-Moderator etwas verloren. “Was ist heute los? Ist es zu schwer?” Dann kam es zu Beginn der „Drei-Millionen-Euro-Woche“ noch schlimmer.

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Gut lief es für Sven Wergen (l.).

(Foto: RTL/Stefan Gregorowius)

Drei der fünf Kandidaten, die am Montag ihre Runde absolvierten, fielen auf Sicherheitsniveau. Vielleicht war es gut, dass gerade diese Woche bei WWM außergewöhnlich lang war. Von Montag bis Donnerstag können die Kandidaten am Freitag ins Finale einziehen. Dafür müssen mindestens 16.000 Euro verdient werden. Für die meisten Kandidaten war das am ersten Tag eindeutig zu viel verlangt.

Der Anwalt ist bei WWM gescheitert

„Je mehr du bekommst, desto größer sind deine Chancen im Finale“, sagte Jauch dem ersten Anwärter Sven Wergen. Der Lehrer aus Rhein ging mit 32.000 Euro ins Finale. Nach diesem regulären Start hatte das Schicksal von WWM bereits zugeschlagen, und zwar in perfekter Form. Gynäkologin Anna Öhlrich-Faustmann aus Düsseldorf stand vor der 64.000-Euro-Frage: Was hat es mit „ius soli“, „Bodengesetz“, und „ius sanguinis“, „Blutgesetz“, auf sich?

Die Optionen waren Staatsbürgerschaft, Erbschaft, Selbstverteidigung und Einkommenssteuer. Öhlrich-Faustmann hatte den perfekten Joker. Ihr Vater ist Rechtsanwalt und war sich sofort sicher: Hier kommt das Erbrecht ins Spiel. Also notierte seine Tochter die Antwort – und besiegelte ihren Untergang, denn die richtige Antwort lautete „Staatsbürgerschaft“. Pures Entsetzen stand der Kandidatin ins Gesicht geschrieben, Tränen schossen ihr in die Augen.

„Das ist jetzt schade. Wir wünschten, du wärst im Finale“, sagte Jauch. „Etwas rechtlich vermasselt. Lassen Sie uns einen Schlussstrich darunter ziehen.“ Besser gesagt als getan. Denn dann war Benjamin Burg aus Bodnego am Bodensee der nächste 500-Euro-Kandidat. Für die Deutschlehrerin endete das Abenteuer „WWM“ sehr schnell.

Sturz bei Jauh

Bei der 2.000-Euro-Frage dachte er: „Was soll Ende Juni 2023 nach 44 Jahren sein?“ noch sicher. Burg dachte sofort an das Magazin, als er auf die „Frankfurt Gala“ antwortete und berichtete, „bevor ich mich aufregen lasse“. Jauch ließ die Frage fallen und sagte stattdessen: “Es hätte sich aufregen müssen.” Denn „Gala“ erscheint im Hamburger Verlag Gruner & Jahr. Stattdessen wurde mit „Fiesta aus Köln“ auf ein Automodell verwiesen, das nicht mehr in der Domstadt produziert wird. Es gab jedoch einen Hoffnungsschimmer für den unglücklichen Kandidaten.

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Michael Blum wurde sogar zum Favoriten.

(Foto: RTL/Stefan Gregorowius)

“In 24 Jahren ist etwas passiert, ‘Wer wird Millionär?’ hat es noch nie gegeben”, sagte Jauch kurz zuvor. Auch Burgs Lebensgefährtin Kerstin Jacob-Rauch ging in die Auswahlrunde der „Drei-Millionen-Euro-Woche“ der WWM. Es war reiner Zufall. „Wir haben gar nicht gemerkt, dass ihr zusammengehört“, erklärte Jauch. Nach Burgs Unfall sagte er: “Sie kann die Familienehre noch retten.”

Tatsächlich landete Jacob-Rauch am Montagabend als letzter Anwärter auf dem heißen Stuhl. Sie meldet sich am Dienstag mit einer Frage zu 4.000 Euro zurück. Nach ihrem Partner brach die dritte Pechvogelfrau aus der ersten WWM-Sendung 2023 ebenfalls mit einer 2000-Euro-Frage zusammen. Marco Piewek aus Essen scheiterte am Gedränge. Bei der Stimmabgabe stimmten 61 Prozent dafür, dass es 2021 in Deutschland deutlich weniger Osterbrände gab als in den Vorjahren. 37 Prozent stimmten für eine deutliche Reduzierung der Waldbrände. Mit einem Blick auf die Zuschauerreihen verlor Jauch endgültig den Glauben. “Niemand kündigt das Osterfeuer an. Das sind Waldbrände”, erklärte er dem Publikum und einem Berater der Kanzlei. “61 Prozent Osterfeuer, eejeeeee.”

Spiel für drei Millionen Euro

Sonderausgabe “Wer wird Millionär?” sondern auch einen echten Favoriten für einen Rekordsieg am Freitag geschaffen. Michael Blum aus Wiesbaden, Sprecher eines Medizintechnikunternehmens in Hannover, war am Montagabend als vorletzter Kandidat ausreichend gewarnt. Das gelang ihm mit der perfekten Mischung aus Vorsicht, Wissen und Mut („Wir gehen gut essen, wenn es nicht klappt“).

Mithilfe eines 50:50-Jokers stellte der 57-Jährige fest, dass von allen Parteien nur die SPD in allen 16 deutschen Landtagen vertreten ist. Blum erhielt ein Preisgeld von 125.000 Euro für die Frage, welcher dieser Filme mit Tom Hanks auf dem gleichnamigen Roman basiere: „Schlaflos in Seattle“, „Saving Private Ryan“, „Forrest Gump“ oder „Philadelphia“.

Bloom hat eine schwache Ahnung, dass er sogar „Forrest Gump“ zu Hause in seinem Bücherregal stehen hat. Auch der Englischlehrer im Publikum setzte auf diesen Film, traute sich aber nicht auf den Extrajoker aufzustehen. Ihre Tochter rief in letzter Sekunde an und verhalf damit der Kandidatin zum Sieg. Denn bei der 500.000-Euro-Frage antwortet Blum lieber. Er hätte wissen müssen, dass Van Halens Hit „Jump“ Nenas Song „99 Luftballons“ einst auf Platz eins der US-Billboard-Charts hielt. “Hoffentlich kann ich Ihnen dann am Freitag mehr als ein unmoralisches Angebot machen”, sagte Jauch.

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