Dugong-Kühe teils vom Aussterben bedroht | Freie Presse

Sie sollen die Vorlage für den Mythos der Meerjungfrau geliefert haben. Vor der Küste Ostafrikas könnten die Dugong-Seekühe jedoch bald für immer verschwunden sein.

Zu den größten Bedrohungen gehören Fischernetze, Offshore-Öl- und Gasaktivitäten, Meeresverschmutzung und die Zerstörung von Offshore-Algen, von denen sich Dugongs ernähren. Dies ist unter anderem auf ins Meer gelangende Abwässer und Verschmutzungen durch den Nickelabbau zurückzuführen. Die IUCN fordert eine verbesserte Fischereiregulierung, alternative Einkommensmöglichkeiten für Küstenbewohner und Schutzgebiete.

Tausende Tier- und Pflanzenarten bedroht

Die seit 1964 bestehende Rote Liste enthält mehr als 42.000 gefährdete Tier- und Pflanzenarten. Die IUCN stuft untersuchte Arten in acht Kategorien ein, die von „Daten unzureichend“ bis „ausgestorben“ reichen. „Gefährdet“ ist Level 5. „Gefährdet“ ist Level 6.

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Die IUCN hat Abalone erstmals untersucht und 20 der bekannten 54 Arten als bedroht eingestuft. Das sind schneckenartige Ohrmuscheln, die vielerorts als Delikatesse gelten. Zu den Problemen gehören Wilderer, Krankheiten und Umweltverschmutzung sowie die Folgen des Klimawandels. Aufgrund mariner Hitzewellen starben im Nordwesten Australiens 99 Prozent der Haliotis roei-Arten aus. „Ohne gesunde Meere können wir weder einen gesunden Planeten noch ein gesundes Klima haben“, sagt Anne Hanschke, Artenschutzexpertin beim WWF Deutschland. „Um nicht noch mehr Arten in den Abgrund zu reißen, ist jetzt ein Richtungswechsel in Politik, Wirtschaft und Finanzsystemen hin zu mehr Nachhaltigkeit notwendig.“

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Die IUCN präsentierte die neue Liste auf dem 15. World Summit on Nature (ebenfalls COP15) in Montreal, Kanada, wo ein Abkommen zum Schutz der Biodiversität auf der Erde beschlossen werden soll. „Wir können es uns einfach nicht leisten, zu scheitern“, sagte IUCN-Generaldirektor Bruno Oberle. Hanschke forderte, bis 2030 30 Prozent der Meere zu schützen.

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Der Entdecker Kolumbus berichtete 1493 von Sirenen. Heute geht man davon aus, dass es sich um Seekühe handelte, die senkrecht aus dem Meer auftauchen können. Sie seien nicht halb so schön wie beschrieben, hätten aber “männliche Züge” in ihren Gesichtern, zitierte das Magazin “National Geographic” in einem Artikel aus Aufzeichnungen von Columbus. (dpa)

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