Frankreich besiegt Weltmeister-Fluch – Hernández raus

Sport (DPA)

Frankreich schlägt Fluch des Weltmeisters – Hernández raus

Die Franzosen feiern das Tor von Olivier Giroud (l.) zum 4:1 gegen Australien. Die Franzosen feiern das Tor von Olivier Giroud (l.) zum 4:1 gegen Australien.

Die Franzosen feiern das Tor von Olivier Giroud (l.) zum 4:1 gegen Australien.

Quelle: Tom Weller/dpa

Titelverteidiger Frankreich ist mit einem würdigen Sieg in die WM gestartet. Beim 4:1 gegen Australien fing alles schlecht an.

Ein einem klaren Sieg gegen den Fluch des Weltmeisters – trotz frühem Doppelschock: Titelverteidiger Frankreich startete stark in die WM in Katar und glänzte nach anfänglichen Problemen zeitweise auch.

Beim gestrigen klaren Endergebnis vom 4:1 (2:1) gegen Australien mussten die bereits verletzten Franzosen den nächsten Ausfall hinnehmen – und es ist auch eine sehr schlechte Nachricht für den FC Bayern: Denn es war Münchens Linksverteidiger Lucas Hernández. der bereits nach acht Minuten schwer verletzt ist. Wie der französische Verband in der Nacht mitteilte, erlitt er einen Riss des vorderen Kreuzbandes seines rechten Knies.

Frankreichs Vorgänger als Weltmeister – Italien, Spanien und zuletzt Deutschland – sind nach ihrem Triumph bereits in der Vorrunde ausgeschieden. Auch den Franzosen drohte ein Fehlstart, als Craig Goodwin die Australier bei ihrem fünften WM-Auftritt in Folge (9.) in Führung brachte. Doch Adrien Rabiot (27.) und Olivier Giroud (32.), der den verletzten Ballon d’Or-Sieger Karim Benzema ersetzte, drehten das Spiel noch vor der Pause. Ihm folgten Kylian Mbappé (68.) und erneut Giroud (71.). Mit seinem 51. Länderspieltor ist der zweifache Torschütze neben Thierry Henry Frankreichs Rekordtorschütze.

„So wie es angefangen hat, können wir am Ende zufrieden sein. Es gibt noch Raum für Verbesserungen. Aber wir haben schnell reagiert und waren auf jeden Fall effizient“, sagte Giroud. „Ich hoffe nur, dass Lucas nicht ernsthaft verletzt ist. Wir widmen ihm dieses Spiel.” Die Fans zollten Giroud Tribut, indem sie seinen Namen zur Melodie des Beatles-Klassikers “Hey Jude” sangen.

Auch den Franzosen gelang vor vier Jahren der erste Sieg gegen die Australier bei der WM. Dann schlugen sie das Team aus Down Under nur mit 2:1.

Mit N’Golo Kanté, Paul Pogba, Presnel Kimpembe, den Leipzigern Christopher Nkunku und Benzema waren die Top 5 Frankreichs schon vor dem Turnier ausgeschieden. Die Startelf war weiterhin prominent. Die Abwehrreihe bestand zu drei Vierteln aus Spielern des FC Bayern: Benjamin Pavard, Dayot Upamecano und Hernández verteidigten mit dem Ex-Leipziger Ibrahim Konaté, der jetzt beim FC Liverpool spielt.

Doch für die 3.300 französischen Fans unter den 40.875 Zuschauern begann das Spiel mit einem doppelten Schock: Der langjährige Bundesliga-Profi Mathew Leckie verpasste Hernández und fütterte Goodwin, der 30-Jährige erzielte sein drittes Länderspieltor. Zu allem Überfluss verletzte sich Hernández bei einem Ausfallschritt und musste nach knapp fünfminütiger Behandlung vom Feld. Sein Bruder Theo kam, um ihn abzuholen. „Die Energie war da. Wir wussten, dass wir etwas bewegen können, aber da sind wir an unsere Grenzen gestoßen“, sagte Leki.

Die Franzosen brauchten Zeit, um sich von diesem ersten Satz zu erholen, und hatten in der 22. Minute Glück, als Mitchell Duke aus knapp 20 Metern etwas zu hoch schoss. Und dann glichen sie in diesem Moment unerwartet aus, als Rabiot eine Flanke von Teo Hernández ungehindert köpfte.

Nur fünf Minuten später wurde das Spiel auf den Kopf gestellt: Rabiot gewann den Ball gegen die unsicheren Australier, hackte ihn von Mbappé zurück und bediente Giroud. Der 36-Jährige traf bei der WM vor vier Jahren nicht, obwohl er in jedem Spiel dabei war. Aber schon damals war er mit seinem Fleiß und Teamgeist ein wichtiges Element.

Die Franzosen hatten eigentlich von Beginn an die Kontrolle über das erhoffte Spiel. Es war auch ein Glück, dass sie mit der Führung in die Kabine gingen, aber der Australier Jackson Irvine vom Zweitligisten FC St. Pauli war in der ersten Halbzeit in der Nachspielzeit am Zug. Nach der Pause hatten die Franzosen dann alles im Griff. Giroud, der einen Flankenschuss knapp verfehlte (50.) und Antoine Griezmann, dessen Schuss Aziz Behich von der Linie traf (65.), hatten zunächst Pech. Doch dann köpfte Mbappé eine Flanke des Ex-Dortmunders Ousmane Dembélé ein, und vier Minuten später köpfte Giroud die nächste.

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