Fußball – “Er ist unsterblich”: Modric als zeitloser Künstler – Sport

Doha (dpa) – Tatsächlich misst Luka Modric nur 172 Zentimeter. Doch in West Bay, im Geschäftsviertel von Doha, prangt das Bild des Fußballexperten großformatig aus einem Wolkenkratzer.

Im Fußball ist der kroatische Kapitän jedoch einer der besten Spieler seiner Karriere – auch mit 37 Jahren. Der WM-Star von 2018 ist immer noch Weltklasse und erweist sich als zeitloser Künstler. Die Hoffnung des Vize-Weltmeisters von Kroatien vor dem Start am Mittwoch gegen Marokko (13 Uhr/ARD und MagentaTV) ruht auf den schmalen Schultern des Mannes aus Zadar.

“Unaussprechliche Liebe”

Also das letzte Furioso? Im Falle. Aber in Wirklichkeit denkt Modric nicht so sehr an den Ruhestand. Gegen Kroatien zu spielen sei “heilig”, “eine unbeschreibliche Art von Liebe”. Er hat gesagt, dass er so lange spielen will, wie er gebraucht wird. Sie werden noch gebraucht. Modric hat 155 Länderspiele bestritten und ist bereits Rekordspieler seines Landes.

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Er hat ein Spiel verpasst und es tut immer noch weh: Das letzte Spiel der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2018 zu verlieren. Nach dem 4:2 im Moskauer Luzhniki-Stadion erhielt er die Goldene Medaille für den besten Spieler des Turniers, später wurde er zum Weltfußballer des Jahres gekürt – ein kleiner Trost.

Nun also ein neues Wagnis in Doha. Nach einem bitteren Achtelfinal-Aus bei der EM 2021 gegen Spanien (3:5 nach Verlängerung) schien das Saisonende angekündigt. Aber Modric machte weiter und begann mit dem Trainer des Landes, Zlatko Dalic, eine tolle Zeit zu haben. Ein Jahr später gehört Kroatien wieder zu den Top-Nationen. Bei den Vereinten Nationen qualifizierte sich das winzige Land mit nur vier Millionen Einwohnern in der Gruppenphase vor Dänemark und Weltmeister Frankreich.

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Modric zieht

„Luka inspiriert das ganze Team. Was auch immer ich über ihn sage, es wird nicht ausreichen. Ich bin sehr stolz auf ihn“, macht Dalic seiner Genialität Mut. Ähnliche Worte waren in Madrid zu hören, wo Modric seit 2012 entscheidenden Einfluss auf eine der erfolgreichsten Saisons der Vereinsgeschichte hatte. Fünfmal gewann er mit dem Königshaus die Champions League, zuletzt im Sommer mit einem 1:0-Erfolg gegen Liverpool. „Er ist unsterblich. Er ist sehr intelligent, er ist immer bereit und er spielt immer gut“, sagte Maestro Carlo Ancelotti über seine Uhr.

Die 35 Millionen Euro, die Real damals für Modric an Tottenham Hotspur überwies, waren gut angelegtes Geld. Dass er sich in einer starken Premier League behaupten kann, hatte der bildende Künstler bereits vier Jahre lang bewiesen. Scouts beurteilten ihn zunächst als zu schwach für den Fußball. Schlechtes Denken.

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Aber Modric weiß immer, wie man Widrigkeiten überwindet. Das hat ihn seine Kindheit gelehrt. Während der Kroatienkriege musste er mit seiner Familie fliehen. Sein Großvater wurde damals getötet. Die Zeit, die ihn gemacht hat.

Sein Vertrag bei den Royals läuft im Sommer aus und Real will den Vertrag mit dem Spielmacher verlängern. Das Ende ist nicht in Sicht. Und vielleicht gibt es mit Kroatien ein Happy End.

Mögliche Liste:

Marokko: 1 Bono – 2 Hakimi, 6 Saiss, 5 Aguerd, 3 Mazraoui – 4 Amrabat – 8 Ounahi, 15 Amallah – 7 Ziyech, 17 Boufal – 19 En-Nesyri

Kroatien: 1. Livakovic – 22. Juranovic, 24. Sutalo, 6. Lovren, 19. Sosa – 10. Modric, 11. Brozovic, 8. Kovacic – 15. Pasalic, 9. Kramaric, 4. Perisic

Schiedsrichter: Fernando Andrés Rapallini (Argentinien)

© dpa-infocom, dpa: 221122-99-614665/2

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