Gerog Hackl stürzt Deutschland in die Rodel-Krise

Stand: 04.12.2022 21:57

Es ist immer noch irgendwie surreal: Georg Hackl freut sich endlich, wenn der Österreicher gewinnt. Eine legendäre Rodelbahn bringt Deutschland in Bedrängnis – aber wie lange noch?

Vom Glück verlassen und von seinem Mentor Georg Hackl gequält, quälte sich Felix Loch am Sonntag (4. Dezember 2022) im Eisstrom von Innsbruck – es war ein Bild mit großer Symbolkraft zum Auftakt des Rodel-Weltcups in Österreich.

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Das Heimspiel ist der größtmögliche Sieg für die Gastgeber, jeder Sieg geht an Hackls neue Sportheimat.

Deutschland hingegen wurde vor allem bei den Männern geschlagen: Loch stürzte stark und landete am Ende auf dem 15. Platz. War das alles der Hackl-Effekt? Der „Überläufer“ selbst wollte das Ergebnis nicht überbewerten. „Es war erstmal eine Heim-WM, es lief gut und hat Spaß gemacht“sagte Hackl in der ARD: „Das hat mich aber auch sehr überrascht. Ich wusste, dass wir in allen Fächern Top-Leute haben, aber ich habe nicht damit gerechnet, dass das in diesem Konkurrenzumfeld funktioniert.“

Denn ob im Herren-, Damen- oder beiden Doppel – der Sieg ging immer an Österreich. Am Sonntag wurde es deutlicher.

Vierfacher Einzelsieg des Team Austria

Loch lag nach seinem ersten Lauf als Sechster hoffnungslos zurück, Nico Gleirscher gewann am Ende vor seinen Teamkollegen Wolfgang Kindl, Jonas Müller und David Gleirscher. Deutschlands Bester: Timon Grancagnolo, der bei der WM auf Platz sieben spielte.

Grancagnolo gab später in einem Sportschau-Interview zu: „Wir sind überrascht, was die Österreicher in der Sommerpause geleistet haben. Aber ich kann nur sagen, dass wir die nächsten Rennen gewinnen und zeigen wollen, dass wir immer noch an der Spitze stehen.“ Aber das wird schwierig, vor allem schnell.

Procks Kriegserklärung ist eindeutig

Bundestrainer Norbert Loch befürchtete nach diesem Start einen weiteren “kleiner Riss” und sein Sohn Felix. Hackl war als Trainer ein Mentor, vor allem ein ehemaliger Direktor, und wechselte im vergangenen Mai überraschend die Seiten. Jetzt muss er Österreich helfen „Deutschland als Supermacht finden und der Erste sein“sagt Markus Prock, Präsident des österreichischen Verbandes.

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Der Anfang war für einige vielversprechend – und für andere beängstigend. Allerdings müssen Bedingungen gestellt werden. Innsbruck war ein Heimspiel, die Österreicher machten hier traditionell eine gute Figur, auch wenn sie selten stark waren. Zudem entwickelt sich das Material über einen langen Zeitraum, die Wirkung von Hackl kann zu Beginn des Winters sehr hoch sein.

Deutschlands Beste beim Rennrodel-Weltcup in Innsbruck: Timon Grancagnolo im Interview mit der Sportschau nach dem Rennen.

„Wir haben nicht konkurriert“

Auf jeden Fall eine klare Warnung an die Deutschen “Wir haben nicht mit Männern konkurriert”, sagte Norbert Loch. Bei den anstehenden Weltcups im Ausland im kanadischen Whistler und auf der US-Straße in Park City hat kein Team einen nennenswerten Vorteil, hier sollte es ein klares Leistungsprofil geben. Erst gegen Ende des Winters sind die Deutschen in Bestform: Ende Jänner wird in Oberhof die WM ausgetragen, gefolgt von den Weltcups in Altenberg und zwei in Winterberg.

Julia Taubitz, die in Innsbruck zweimal Dritte wurde, kämpft mit Sicherheit: „Wir nehmen die Herausforderung aus Österreich sehr gerne an.

Wendl setzt auf Heimvorteil

Das sieht auch Tobias Wendl, der den Dreifachsieg der Österreicher im Doppel sehen musste, meist gewinnt, und auf Platz fünf hinter seinen Partnern Toni Eggert und Sascha Benecken überholt wurde. Er rechtfertigte die Tragödie von Innsbruck mit einem nicht vorhandenen Spiel und verspricht: „Wir werden wiederkommen. Der Weltcup ist in Oberhof zu Hause, und wir wissen, wie man dort fährt.“

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