Sky setzt Preiserhöhung für Bestandskunden um

Es sieht nicht gut aus für Sky Deutschland. Mutterkonzern Comcast meldet rückläufige Zahlen für Q3 2022. Es gibt auch Gerüchte über einen Verkauf.

Im Sommer war die Rede davon, dass Sky Kunden verliere, aber trotzdem profitabel sei. Das hat sich nun jedoch geändert. Sofort kam die Ansage, die viele Leute in letzter Zeit zu oft hören: Preiserhöhung! Sky wird nicht nur die Preise für Bestandskunden erhöhen, es wird auch über einen möglichen Verkauf des Unternehmens spekuliert.

Die Quartalsergebnisse von Comcast sind nicht gut

Seit 2018 gehört Sky zum amerikanischen Konzern Comcast. Jetzt hat er die Zahlen für das dritte Quartal 2022 veröffentlicht – und die sehen nicht besonders rosig aus. Den Zahlen zufolge stieg die Zahl der Abonnenten, was sich jedoch nicht in Gewinnen für Sky niederschlug; andererseits. Laut Comcast ging der Umsatz sogar um knapp 15 Prozent zurück. Es ist auch sehr wahrscheinlich, dass die derzeit steigende Anzahl an Abonnements einerseits mit großen Titeln wie “Dragon House” und andererseits mit Ereignissen wie der Weltmeisterschaft in Katar zusammenhängt.

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Eine beträchtliche Anzahl von Benutzern wird ihr Abonnement wahrscheinlich nach einer gewissen Zeit kündigen. In Deutschland sollte dies auch dazu führen, dass die Preise von Sky nun in die Höhe schnellen. Für die Kunden bedeutet das, dass nach DAZN, Amazon Prime und Apple mit Sky der nächste Streaming-Anbieter seine Preise erhöht.

Preiserhöhung für bestehende Sky Kunden

Ein Sky-Sprecher sagte: „Wir erkennen an, dass Preiserhöhungen niemals willkommen sind. Deshalb versuchen wir, die Preise so niedrig wie möglich zu halten und unseren Kunden dennoch die gewünschten Inhalte und die Flexibilität bei der Auswahl des richtigen Pakets zu bieten.”

Wie genau die Preiserhöhung von Sky gestaltet ist, ist etwas kniffelig und hängt vom gebuchten Paket ab. Genaue Preise hat das Unternehmen noch nicht bekannt gegeben. Bekannt ist nur, dass die Preiserhöhungen zwischen 1,00 und 9,99 Euro liegen. Die Preiserhöhung um knapp zehn Euro würde laut Sky nur fünf Prozent der Nutzer treffen. In der Regel sind es weniger als fünf Euro im Monat. Zudem möchte der Streaming-Anbieter flexiblere Kündigungsmöglichkeiten einführen. Die neuen Preise sollen schnellstmöglich, spätestens aber im Frühjahr 2023 umgesetzt werden. Sky Kunden werden auch im Winter per Mail über Anpassungen ihres individuellen Tarifs informiert.

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Die Preise für Neukunden bleiben dagegen vorerst unverändert. Es gilt aber als wahrscheinlich, dass Sky auch hier langfristig den Preis umdrehen wird.

Verkaufsgerüchte von Sky Deutschland

Die aktuellen Entwicklungen dürften für Sky nicht ohne Folgen bleiben. Die Muttergesellschaft Comcast musste für den Pay-TV-Sender 8,6 Milliarden Dollar abschreiben. Laut einem Bloomberg-Bericht führte dies zu Überlegungen, Sky Deutschland zu verkaufen. Nur der britische Markt schnitt im dritten Quartal 2022 gut ab. Der US-Pay-TV-Anbieter beklagte, dass Verluste in Deutschland und Italien dieses Wachstum schmälerten.

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Auch wenn sich viele Fußballfans gerne bei DAZN verkaufen lassen würden, um künftig nur noch ein saftiges Abo bezahlen zu können, gilt das als unwahrscheinlich. Dafür ist die Entertainment-Sparte von Sky Deutschland zu groß und DAZN versteht sich als reiner Sportanbieter. Wahrscheinlicher ist ein Verkauf von Discovery an Warner Bros. Die Gruppe gab kürzlich bekannt, dass sie ihren Streaming-Dienst HBO Max einstellen und sich auf ihr neues Discovery-Angebot konzentrieren wird. Aber Disney könnte immer noch interessiert sein, nachdem es 2018 einen Bieterkrieg mit Comcast verloren hat.

Quellen

  • DWDL(“Sky erhöht die Preise auf bis zu 9,99 Euro pro Monat“, heruntergeladen am 02.11.2022)
  • Bloomberg (“Comcast erwägt den Verkauf seiner deutschen Einheit Sky Deutschland“, heruntergeladen am 02.11.2022)

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