Vier Menschen bei Einsatz im Mittelmeer ertrunken

Im zentralen Mittelmeer ereignete sich ein tödlicher Seeunfall. Die italienische Regierung will Migrationsbewegungen künftig frühzeitig stoppen.

Mindestens vier Menschen starben im zentralen Mittelmeer. Die Behörden hatten einem Handelsschiff befohlen, das Schiff in Algeriens Such- und Rettungszone (SAR) zu entern, teilte die italienische Küstenwache in Rom mit. Die 13 Migranten an Bord waren wegen schlechten Wetters in Gefahr.

Als sie das Schiff sahen, sprangen sie laut Meldung ins Wasser. Sechs Männer und eine Frau schafften es an Bord des unter liberianischer Flagge fahrenden Massengutfrachters Christina B. Vier Menschen kamen tot aus dem Wasser, zwei werden noch vermisst.

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Laut der Erklärung hatten die algerischen Behörden am Samstag die italienische Küstenwache um Hilfe gebeten, weil sich das Schiff in der Nähe der italienischen Such- und Rettungszone und mehr als 100 Seemeilen von der Küste des nordafrikanischen Landes entfernt befand. Nach eigenen Angaben koordinierte Rom daraufhin den Einsatz. Nach Angaben des Geheimdienstes Vesselfinder war der Lkw am Samstag südwestlich der Insel Sardinien unterwegs.

Die rechte Regierung will die Übergänge stoppen

Immer wieder verlassen Menschen in seeuntüchtigen Booten die Küste Nordafrikas in Richtung EU und geraten auf See in Gefahr. Viele wollen nach Italien, wo nach Angaben des Innenministeriums (Stand Freitag) in diesem Jahr mehr als 93.600 Migranten auf dem Seeweg angekommen sind.

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Die Reise ins zentrale Mittelmeer gilt als der gefährlichste Fluchtweg der Welt. Schätzungen zufolge starben allein im Jahr 2021 über 1.500 Menschen auf dem Seeweg zwischen Nordafrika und Italien.In diesem Jahr hat die Internationale Organisation für Migration bereits 1.371 Menschen als tot oder vermisst registriert. Die Bundesregierung hat kürzlich angekündigt, private Seenotrettungsorganisationen finanziell unterstützen zu wollen. Lesen Sie hier mehr darüber.

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Italiens neue rechte Regierung hingegen will die Überfahrten stoppen und stattdessen Zentren in nordafrikanischen Ländern einrichten, in denen Schutzsuchende Asyl in Europa beantragen können. Kürzlich warteten Schiffe internationaler Hilfsorganisationen mit Menschen, die aus Seenot gerettet wurden, tagelang vor Italien in der Hoffnung, andocken zu können, was einen diplomatischen Streit mit Frankreich und Deutschland auslöste.

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