Weinstein-Prozess: Zeugin abgesprungen, brisante Details aufgetaucht! | Unterhaltung

Dem gefallenen Hollywood-Mogul drohen bis zu 140 Jahre Gefängnis, wenn er für schuldig befunden wird…

Der ehemalige Star-Produzent Harvey Weinstein (70) steht seit mehr als einer Woche in Los Angeles vor Gericht und muss sich wegen der Vorwürfe der Vergewaltigung und des Missbrauchs verantworten. Das Urteil ist für Anfang Dezember geplant.

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Bislang sieht es düster aus für den ehemaligen „King of Hollywood“, der sich die teils verstörenden Erlebnisse seiner mutmaßlichen Opfer jeden Tag in Zimmer 110 mit leerem Blick anhören muss.

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Doch am Mittwoch (2. November) gab es für den 70-Jährigen, der in New York bereits zu 23 Jahren Haft verurteilt worden war, plötzlich einen Hoffnungsschimmer.

Bevor 12 Geschworene gegen 10:09 Uhr den Gerichtssaal des Clara Shortridge Foltz Center for Criminal Justice betraten, ließ Weinsteins Anwalt Mark Werksman eine Bombe platzen. Im Gespräch mit Richterin Lisa B. Lench sagte er: „Ich habe letzte Nacht von Bezirksstaatsanwalt Paul Thompson erfahren, dass wir ein großes Problem mit einem unserer Zeugen haben.“

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Das teilte Weinsteins Anwalt Mark Werksman dem Gericht mit

Weinsteins Anwalt Mark Werksman erzählte dem Gericht von dem Zeugen

Foto: Marcio Jose Sanchez/dpa

Wir sprachen über Kelly Sipherd, die am sechsten Tag des Mega-Prozesses unter Tränen von zwei sexuellen Übergriffen berichtete. Laut ihrer ausführlichen Aussage wurde sie nicht nur 1991 von Harvey Weinstein vergewaltigt, der Hollywood-Mogul griff sie 17 Jahre später erneut sexuell an.

Wie Kelly am Montag beeindruckend Weinsteins Sperma sagte er, ein Murmeln ging durch die Halle. Jetzt hat die Blondine selbst für einen Schockmoment gesorgt!

Weinsteins Anwalt Mark Werksman enthüllte, dass der Zeuge, der Kellys Aussage bestätigen sollte, spontan widerrief. Der Grund? Extrem explosiv! „Planzeugin Christina Zweers hat den Charakter von Kelly S. brutal in Frage gestellt und ihr mangelnde Moral vorgeworfen“, sagt Werksman mit ernstem Blick.

Die Zeugin Kelly Sipherd sagte am sechsten Verhandlungstag im Zeugenstand aus

Die Zeugin Kelly Sipherd sagte am sechsten Verhandlungstag im Zeugenstand aus

Foto: Presseaktion

Kelly Sipherd wird vorgeworfen, an Fällen von „Diebstahl, Missbrauch älterer Menschen und Betrug“ beteiligt gewesen zu sein. Werksman fügte hinzu: „Über einen Zeitraum von zehn Jahren haben Kelly und ihr Ehemann angeblich ungefähr 10.000 Dollar von der Zeugin Christina Zweers unterschlagen.“

Es heißt, die Blondine habe erst begonnen, den Betrag zurückzuzahlen, als Zweers sich bereit erklärte, für sie vor Gericht auszusagen. Das wird jedoch nicht wieder vorkommen!

„Christina Zweers hat deutlich gemacht, dass sie mit Kellys erfundener Geschichte nichts zu tun haben will“, sagte Weinsteins Anwalt. Zur weiteren Klärung forderte er Kelly Sipherd auf, in den Zeugenstand zurückzukehren, „sonst muss ihre Aussage entkräftet werden“.

BILD-Reporterin Natascha Wittmann vor dem Gerichtsgebäude

BILD-Reporterin Natascha Wittmann vor dem Gerichtsgebäude

Foto: BILD

BILD weiß: Richterin Lench hat nach hitziger Diskussion entschieden, Kelly Sipherd nicht mehr in den Zeugenstand zu rufen oder ihre Aussage abzubrechen. Wird sich die brisante Wendung später auf das Urteil der zwölf Geschworenen auswirken? Das bleibt abzuwarten.

Nach überraschenden Gesprächen mit Anwälten musste sich Harvey Weinstein am Mittwoch den brutalen Vorwürfen von „Jane Doe #3“ (Pseudonym zum Schutz ihrer Privatsphäre) stellen. Die Masseurin, deren Klientel hauptsächlich aus Prominenten besteht, behauptete vor Gericht, der ehemalige „Pulp Fiction“-Produzent habe sie 2010 im Luxushotel in Beverly Hills wiederholt sexuell missbraucht.

„Die Badezimmertür öffnete sich und Harvey stand da und masturbierte. Er schrie: „Schaut mich an! Sag mir, wie groß mein Schwanz ist! Schau mich an!’“, sagte die Frau mit zitternder Stimme und fügte hinzu: „Ich hatte Todesangst und wollte nicht vergewaltigt werden. Also schrie ich: ‚Harvey, du hast einen wirklich großen Schwanz.‘“

Als Weinstein auf den Boden ejakulierte, sagte er angeblich zu Jane Doe #3: „Jetzt weiß ich, dass ich dir vertrauen kann. Jetzt sind wir enge Freunde und du kannst alles von mir haben. Ich möchte Sie für ein Buch unter Vertrag nehmen, damit Sie über Ihre Massagearbeit schreiben können.“

Hollywood-Star Mel Gibson: Wird er bei Weinsteins Prozess aussagen?

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Foto: Jordan Strauss/AP

Die damals 28-Jährige vertraute sich kurz nach dem Vorfall einem ihrer berühmten Kunden an: Schauspieler Mel Gibson! Auf die Frage des Staatsanwalts erinnerte sich Jane Doe #3: „Als Mel über sein mögliches Filmprojekt mit Harvey sprach, hatte ich Angst und vertraute mich ihm an. Das war das erste Mal, dass ich meinen Mund öffnete.“

Während die Masseurin unter Tränen immer wieder in Richtung der zwölf Geschworenen blickte, wurde im Gerichtssaal laut geflüstert, wann und ob Mel Gibson selbst den Zeugenstand bekleiden würde.

Eines ist sicher, wenn der Hollywood-Star beschließt, ein Statement abzugeben, wird Harvey Weinstein wahrscheinlich bis Dezember dünner sein …

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